Die Prognosen des Flugverkehrsaufkommens für die nächsten Jahre zeichnen ein positives Bild für die Luftfahrtindustrie. Insbesondere der Anstieg des Reiseaufkommens in den wachsenden asiatischen Märkten verspricht Flugzeugbauern und Fluggesellschaften Zuwachsraten. Aufgrund des prognostizierten langfristigen Wachstums der Luftfahrtindustrie, aber auch der turnusmäßig notwendigen Wartungsarbeiten an den Flugzeugtriebwerken besteht ein kalkulierbarer Bedarf an Turbinen im Markt. Das signifikante Wachstum der Weltflugzeugflotte hat einen direkten Einfluss auf den Turbinenmarkt, welcher heute aufgrund der hohen Investitionskosten von wenigen Firmen dominiert wird. Neue Triebwerke werden häufig im Rahmen von Joint Ventures dieser Firmen entwickelt. Beispiele hierfür sind CFM International und International Aero Engines. Sie liefern heute die weltweit erfolgreichsten Triebwerke der Klassen CFM56 und V2500. Auch die GP7200-Triebwerke für den Airbus A380 wurden im Rahmen des
Joint Venture Engine Alliance von General Electric und Pratt & Whitney entwickelt. Im Bereich der Ersatztriebwerke war in den vergangenen Jahren ein bedeutender
Trend hin zum
Leasing gegenüber dem Kauf von Triebwerken auszumachen. Während der
Anteil geleaster Ersatztriebwerke 1999 noch bei 20 % lag, stieg der
Anteil 2008 auf 50 %. Es ist davon auszugehen, dass im aktuellen Marktumfeld der
Anteil geleaster Ersatztriebwerke weiter zunehmen wird, da die Fluggesellschaften bei der Leasingvariante kurzfristig Liquidität vorhalten können, welche an anderer Stelle dringend benötigt wird. Es ist zudem davon auszugehen, dass Fluggesellschaften in Zukunft auch vermehrt auf das
Leasing von Triebwerken für die im täglichen Einsatz stehenden Triebwerke zurückgreifen werden. Dadurch vermeiden die Fluggesellschaften den bedeutenden Liquiditätsabfluss, welcher beim Kauf der Triebwerke anfällt.
Flugzeugturbinen sind grundsätzlich relativ wertstabile Investitionsgüter. Nach jeder Wartung, im Zuge derer ein Großteil der technischen Komponenten ausgetauscht bzw. erneuert wird, ist das Triebwerk wieder fast genauso viel wert wie eine neue Flugzeugturbine. Im
Portfolio der MAEP befinden sich ausschließlich Triebwerke, die in weit verbreiteten Flugzeugtypen eingesetzt werden oder die eine dominierende Marktstellung haben.